Dystonie Leitsymptom Zittern
Dystoner Tremor

#Muskelzittern (Tremor) unwillkürliches, rhythmisches Zusammenziehen von Muskeln, meist harmlos oder ein Symptom neurologischer Erkrankungen, wie Parkinson, Essentieller Tremor oder Dystonie.

#Ruhetremor tritt lediglich beim "Nichtstun".

#Haltetremor bzw. #Bewegungstremor
tritt beim "Aktivsein" auf.
In der Medizin wird ein widernatürliches Zittern als Tremor bezeichnet. Bei ihm handelt es sich um eine Bewegungsstörung mit unwillkürlichen, streng rhythmischen und sich wiederholendem An- und Entspannen gegenspielender Muskelgruppen.
Nach der Intensität eines Tremors bzw. der Amplitude seiner Bewegungen wird wie folgt unterschieden:
- feinschlägiger Tremor
- mittelschlägiger Tremor
- grobschlägiger Tremor
Die Frequenz eines Tremors ist eng mit der Intensität verbunden, da eine hohe Frequenz eine geringe Bewegungsamplitude voraussetzt. Demgemäß wird wie folgt unterschieden:
- niederfrequenten Tremor
- mittelfrequenten Tremor
- hochfrequenten Tremor
Bei einem dystonen Tremor handelt es sich sodann um ein unwillkürliches Zittern, das als Vorbote einer Dystonie und/oder als ein motorisches Begleitsymptom einer Dystonie auftritt.
Der dystone Tremor entsteht, so der derzeitige Kenntnisstand der Mikrobiologie, weil wohl in bestimmten Bereichen des Bewegungszentrum des Gehirns die Signalübertragung zwischen den Neuronen gestört zu sein scheint.
Diese Störung kann zur Folge haben, dass ein Ungleichgewicht zwischen hemmenden und aktivierenden Signalen entsteht, die ein bestimmtes "Muskelpaar" versorgen, weshalb es entsprechend zu zittern beginnt. Oder anders formuliert, die an- und entspannende Feinbalance zwischen einem Agonist (Hauptbeweger) und Antagonist (Bewegungshalter) eines Muskelpaares ist gestört, was als Zittern in Erscheinung tritt bzw. wahrgenommen wird.
Bei jenen, bei denen das Zittern ein Vorbote dystoner Zuckungen oder Verkrampfungen gewesen ist, gehen Neurologinnen und Neurologen davon aus, dass sich die Störung im Laufe der Jahre lediglich verschlimmert zu haben scheint. Zumeist nehmen die hemmenden Signale weiter ab, woraus in eine Richtung drehende bzw. schraubende Bewegungen resultieren, die - je nach Dauer und Intensität - schlimmstenfalls in entsprechend bizarren Fehlstellungen münden.
Die genaue Ursache der Störungen ist nach wie vor ungeklärt. Diskutiert wird eine unzureichende Energieversorgung der Nervenzellen noch unbekannten Ursprungs, In deren Folge büßen diese ihre Funktion schrittweise ein oder sterben gar ab, was wiederum zum Aussenden unrhythmischer bzw. disharmonischer oder keinen Signalen führt.
Wie auch immer: Unter Umständen könnte demgemäß eine Stoffwechselstörung der Energieversorgung des Gehirns die tatsächliche Ursache für einen Teil dystoner Bewegungsstörungen sein, nämlich zumindest für jene, die genetischen oder epigenetischen Ursprungs sind.
Unsichtbar, doch da (...)

Ich sehe nichts heißt nicht,
dass da nichts zittert!
Schnelle und feine Zitterbewegungen werden medizinisch als hochfrequenter Tremor bezeichnet. Er weist 3-7 Herz (Hz.) auf, also drei bis sieben Wiederholungen pro Sekunde.
Im Zusammenhang mit Dystonie gibt es zwei Formen des feines Zitterns:
- erkrankungsbedingt
zumeist zu Beginn einer Dystonie
- stimulationsbedingt
aufgrund der Tiefen Hirnstimulation
Der hochfrequente Tremor ist für Dritte zumeist in Gänze unsichtbar, da er lediglich eine minimale Bewegungsamplitude aufweist. Gleichwohl spüren Betroffene ihn. Je mehr Körperpartien betroffen sind, desto anstrengender und energieraubend ist er.
Kommen Stressoren hinzu, etwa Anspannung, Kälte oder ein Infekt, verstärkt er sich zumeist. Der Konsum von Alkohol, Energydrinks, Kaffee, Tee oder Rauchen und Vapen vermögen die selbe Wirkung zu haben.
