Dystonie Verlaufsprognose

Hier erfährst Du etwas über dystoniebezogene Verlaufsprognosen

#Verlauf #Prognose #progredient (fortschreitend) #regredient (rückbildend) #persistierend (gleichbleibend) #anfallsartig (paroxymal) #phasisch (intermittierend) #Wachstum #Hormone #Pubertät #Schwangerschaft #Wechseljahre #Plateauphase

Dystoniebezogene Verlaufsprognosen

#Prognosebeschreibungen

Dystoniebetroffene fragen sich anfänglich u.a., ob ihre Symptome konstant bleiben oder sich beizeiten verschlimmern könnten. Eine Verlaufsprognose hängt, so Expertinnen und Experten, höchstüberwiegend von der eigentlichen Ursache (#Ätiologie) einer dystonen Bewegungsstörung ab.


Degenerative Dystonien

verschlechtern sich mit der Zeit. Je nach Art manche rascher, manche weniger rasch. Eher selten ein anfallsartiges oder phasisches Auftreten.


Strukturelle Dystonien

sind, wie sie sind, da ein Schaden am bzw. im Nervensystem ist, wie er ist. Ausgenommen allerdings insbesondere dystone Symptome in Folge eines Komplexen Regionalen Schmerzsyndroms.


Funktionelle Dystonien

können sich sowohl verschlechtern, konstant bleiben, verbessern, anfallsartig bzw. phasisch auftreten oder gar verschwinden. Hier lohnen sich besondere Bewegungstherapien, die auf ein Überformen alter bzw. dem Anbahnen neuer Bewegungsmuster abstellen.


Ideopathische Dystonien

verschlechtern sich im Regelfall, wobei sie zumeist fünf Jahre nach dem Auftreten der ersten Symptome eine sogenannte "Plateauphase" erreicht haben. Dies bedeutet, dass sich eine dystone Bewegungsstörung aus sich selbst heraus kaum mehr verändern wird.


Von der "Plateauphase" unbenommen können jedoch das Wachstum und Alterungsprozesse sowie wesentliche hormonale Veränderungen - etwa Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre - eine dystone Bewegungsstörung durchaus beeinflussen; dies, bedauerlicherweise, zumeist eher nachteilig.